St. Gilgen

St. Gilgen ein Naturjuwel am Wolfgangsee

 

St.Gilgen am Wolfgangsee besticht auch in der Winterzeit durch seine schöne Landschaft und Vielfalt. Diejenigen, die eher Naturverbunden sind und die Stille dort genießen, werden in St.Gilgen beim Skitouren, Langlaufen oder beim Schneeschuh wandern fündig. St.Gilgen ist von den drei Gemeinden (St. Wolfgang und Strobl) die Einwohner Größte Ortschaft, mit 3850 Einwohnern (Stand 1.Jänner 2016) und liegt im Nordosten des österreichischen Bundeslandes Salzburg. Die Gemeinde gehört zum Bezirksgericht Tahlgau.

 

 

Wolfgangsee mit Blick zum Ochsenkreuz
Wolfgangsee mit Blick zum Ochsenkreuz © WTG

 

Die Geschichte von St.Gilgen

 

Im Gemeindegebiet von Burgau, befindet sich am Südufer des Attersees Kaiserbrun. Dort wurde bei Steinbrucharbeiten um 1900 ein umfangreiches Eisendepot aus den letzten Jahrzehnten des 1. Jahrhunderts v. Chr. Gefunden. Die gefundenen Stücke beinhalten zum Großteil landwirtschaftliche Geräte.

Der Name St. Gilgen kommt von dem heiligen Ägidius von St. Gilgen, den man im deutschen Sprachraum auch Gilg oder Gilgian nennt. Früher hieß der Ort auch Oberdrum. Der Name war ein Hinweis auf die geografische Lage, am oberen Teil (Drum,Trum) des Sees. Um das 13.Jahrhundert war die Gegend bzw. das Gebiet im großen vollständig kultiviert. Zu dieser Zeit damals gab es ungefähr zehn Häuser.

Nach der Aufnahme der Schifffahrt am Wolfgangsee (1873) und der Errichtung der Salzkammergut-Lokalbahn (1893) nahm das unscheinbare Dorf einen starken touristischen Aufschwung. Viele Prominente und Industrielle sowie Banker errichteten dort Ihre Sommervillen.

 

 

Blick auf St. Gilgen im Hintergrund die Berge
Blick auf St. Gilgen © WTG

 

Mythen

 

Ein Metzger trieb einst einen Ochsen das Ufer entlang. Da wurde das Tier plötzlich scheu und sprang in seinem Schreck in den See. Der Mann wollte seinen kostbaren Besitz nicht loslassen und wurde auf diese Weise mit in das tiefe Wasser gerissen. Schließlich wurde er von dem Tier eine Stunde weit auf die Insel gezogen, die seither die Metzgerinsel heißt. In seiner Todesnot hatte der Mann das Gelübde getan, so viel Wachs zu opfern, als der Ochs schwer war. Wunderbarerweise wog aber das Tier nur vier Pfund.

 

Zum Dank für die Errettung wurde 1667 das Ochsenkreuz errichtet und seither immer wieder erneuert, wenn es baufällig geworden war. In seiner gegenwärtigen Form ist es eigentlich ein gemauerter Bildstock.

Quelle: Josef Brettenthaler, Das große Salzburger Sagenbuch, Krispl 1994, S. 98

 

Ausblick auf das Ochsenkreuz
Ochsenkreuz © WTG

 

 

Mozarthaus in St. Gilgen

 

Das Haus Mozart in St. Gilgen ist der Erinnerung an die Mutter (Anna Maria Walpurga Mozart, geborene Pertl) und die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart (Maria Anna Ignatia, genannte Nannerl gewidmet.

Der Großvater Mozarts mütterlicherseits, Wolfgang Niklas Pertl, ließ das Gebäude zwischen 1718 und 1720 neu errichten. Wolfgang Amadeus hat nie das Geburtshaus seiner Mutter bzw. das Wohnhaus seiner Schwester besucht.

Das Haus ist seit 2005 im Besitz des Kulturvereins Mozartdorf St. Gilgen, 2007 wurde es dann unter Denkmalschutz gestellt. Seit 2008 ist hier die Dauerausstellung „Anna Maria Mozart eine Künstlerin am Wolfgangsee’’ untergebracht. Das Haus kann auch für Seminare, Hochzeiten und Geburtstagsfeiern gemietet werden.

 

Mozarthaus St.Gilgen
Mozarthaus St.Gilgen © WTG

 

 

Zwölferhorn Seilbahn in St.Gilgen

 

Die Zwölferhornseilbahn ist eine Zweiseilumlaufgondelbahn in St. Gilgen am Wolfgangsee. Sie wurde 1956 errichtet und ist die letzte Zweiseilbahn in Betrieb. Seit der Eröffnung 1957 wurden rund 8,5 Millionen Fahrgäste befördert.

 

Die Zukunft der Seilbahn

 

Die Betriebsgenehmigung der bestehenden Bahn läuft im Jahr 2017 nach erfolgreichen 60 Betriebsjahren endgültig ab. Danach darf die Anlage nicht mehr weiter betrieben werden, jedoch sind Planungen einer Ersatzanlage eingeleitet. Bei der Neuen Bahn handelt es sich um eine Einseilumlaufbahn diese soll dann im Frühjahr 2017 in Betrieb gehen. Die Fahrzeit soll bei 16 min bleiben, jedoch die Beförderungskapazität auf 500 Personen/ Stunde verdoppelt werden.

 

 

Paragleiten am Zwölferhorn

 

Der Hausberg in St. Gilgen ist ein perfekter Berg für einen Gleitschirmflug egal ob alleine oder als Tandemflug. Von St.Gilgen erreicht man Abflugort direkt mit der Zwölferhornseilbahn wo man das “Erlebnis“ auf 1510 Meter Seehöhe starten kann. Einmal gestartet kann man die einzigartige Aussicht auf Wolfgangsee, Mondsee, Fuschlsee und den Schafberg in vollen Zügen genießen. Startrichtung ist NW-NO und die Höhendifferenz beträgt ca. 980 Meter.